Zielsetzungen und Leitbild

Jedes Jahr erkranken 490.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Bei Männern ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung (38.300 Neuerkrankungen pro Jahr), die häufigste Krebsart bei Frauen ist Brustkrebs (74.500 Neuerkrankungen pro Jahr)*.

Im Kopf-Hals-Bereich treten verschieden Krebserkrankungen auf , welche allesamt unter dem begriff Kopf-Hals-Tumore zusammengefasst werden. Hierzu gehören bösartige Erkrankungen der Mundhöhle (Lippe, Mundboden, Zunge, Speicheldrüse), des Rachens (Mandel, Gaumen), des Kehlkopfes, der Nase und der Nasennebenhöhlen sowie des äußeren Halses. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes muss für Deutschland jährlich mit ca. 10310 Neuerkrankungen bei Männern und ca. 3400 Neuerkrankungen bei Frauen gerechnet werden.  Bei Männern stehen diese Tumoren damit hinsichtlich der Häufigkeit an fünfter Stelle aller Krebserkrankungen.

Krebs ist eine Diagnose, die Angst macht. Verbunden mit der Unsicherheit, wie es weitergeht, verstärken Trauer und Wut das Ohnmachtsgefühl. Krebs gibt den Betroffenen, wie auch ihren Angehörigen oft das Gefühl, allein zu sein.

Unabhängig von der Lokalisation des Tumors, benötigen onkologische Patienten eine speziell auf ihre Erkrankung abgestimmte Betreuung und Begleitung. Dabei spielen die interdisziplinäre Diagnostik und Therapie eine ebenso wichtige Rolle wie die besondere psychologische und soziale Situation der Patienten. Die Betreuung und Therapie in einem onkologischen Zentrum verbindet beide Seiten, medizinisch und psychologisch, optimal. Im Klinikum Dachau kommen die Erfahrungen der im Brust- und im Darmzentrum auf onkologische Erkrankungen spezialisierten Experten unterschiedlicher Fachabteilungen auch dem Kopf-Hals-Tumorzentrum und allen anderen onkologisch Erkrankten zugute.

Die beste medizinische Versorgung ist unser Ziel für alle unsere onkologischen Patienten. Die Vernetzungen innerhalb wie außerhalb des Klinikums und die Qualität der dadurch entstandenen Angebote stehen allen onkologischen Patienten mit dem Ziel der besten Versorgung zur Verfügung. Onkologische Patienten sollen ganzheitlich und in allen Phasen der Erkrankung betreut und versorgt werden. Dieser Netzwerkgedanke wird sowohl durch die Einbeziehung klinikumsinterner Abteilungen (Psychoonkologie, Seelsorge, Radiologie, Schmerztherapie), als auch durch die partnerschaftliche Kooperation mit externen Partnern (spezialisierte Facharztpraxen, Selbsthilfegruppen, Rehabilitationskliniken, Sozialdienst) zur Förderung einer ganzheitlichen, transparenten und geplanten (Weiter-)Betreuung und Begleitung der Patienten umgesetzt. So gelingt es uns, ganzheitlich und in allen Phasen einer onkologischen Erkrankung für die Patienten da zu sein.

*Zahlen Deutsche Krebshilfe, Stand 2/2012

Leitbild des Onkologischen Zentrums

  • Gewährleistung einer ganzheitlichen Betreuung von onkologischen Patienten in allen Phasen ihrer Erkrankung
  • Optimierte Ausnutzung der durch die Bildung eines onkologischen Zentrums geschaffenen Ressourcen zur Förderung der Autonomie und des Wohlergehens der Patienten
  • Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung zum Vorteil der Patienten durch Kooperationen, insbesondere mit niedergelassenen Ärzten
  • Erfüllung der von der DKG für zertifizierte Zentren definierten hohen fachlichen und strukturellen Voraussetzungen: Dazu zählen Facharztqualifikationen, 24-Stunden-Erreichbarkeit der Fachärzte (chirurgisch, internistisch und onkologisch) sowie die Gewährleistung der Wochenend-Notfallversorgung, die Erfüllung der jährlich geforderten Mindestanzahlen von onkologischen Eingriffen, außerdem spezielle Fort- und Weiterbildungen für alle Mitarbeiter des onkologischen Zentrums
  • Anwendung medizinischer Leitlinien bei der Versorgung onkologischer Patienten mit dem Ziel der Umsetzung der guten klinischen Praxis
  • Gewährleistung einer stets aktuellen und modernen Therapie durch Wissenstransfer im interdisziplinären Konsens
  • Kombinationen von lokalen Verfahren mit regional- und systemischen Verfahren:
    • Lokal:
      • chirurgisch
      • Strahlentherapie
      • Radiofrequenztherapie (RFA)
      • Fokussierter Ultraschall (MRgFus)
         
    •         Regional:
      • Hypertherme intraperitoneale Chemotherapie HIPEC
      • Chemoembolisation HSDC
         
    •         Systemisch:
      • Chemotherapie
      • Immuntherapie
      • Individualisierte Antikörpertherapie nach genetischem Fingerabdruck des Tumors

Über uns

Im Cancer Center Dachau wird unter einem Dach eine ganzheitliche Diagnostik und Therapie von Tumorerkrankungen sicher gestellt. Der Patient mit seinen Sorgen, Wünschen und Bedürfnissen steht hierbei im Mittelpunkt. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen allen Fachrichtungen, dem stationären und ambulanten Bereich sowie den zuweisenden Ärzten ist uns besonders wichtig.

Am Klinikum Dachau, einem Krankenhaus der überregionalen Schwerpunktversorgung, steht eine leistungsfähige onkologische Chirugie und Thoraxchirugie, ein onkologisches HNO-Zentrum sowie eine moderne onkologische Gynokologie zur Verfügung. In der hämatoonkologischen Abteilung können durch Kooperation zwischen niedergelassenen und stationären Bereich Patienten mit Tumorerkrankungen nach modernsten Standards behandelt werden. 

Die Radiologie des Klinikums entspricht höchsten Standards - sowohl im Bereich der Diagnostik als auch in der interventionellen radiologischen Therapie.

Die moderne Ausstattung des Klinikums, die ständig verbessert wird, ermöglicht innovative Behandlungsformen, wie HIPEC (Hypertherme intraperitoneale Chemoterapie), RFA (Radiofrequenzablation), TACE (Transarterielle Chemoembolisation) oder FUS (Fokussierte Ultraschallablation).